Das Apple iPad Keyboard Dock – Überfluss oder nützliches Gadget?

Die Zeit der Völlerei endet allmählich und der ein oder andere bereit sich schon auf das kommende Jahr vor. Auch ich habe mir zwischen den Jahren ein paar Bürofreie Tage (Urlaub gibt es in der Selbstständigkeit nicht) gegönnt.

Ein Grund mehr mal wieder einen Eintrag in meinem Blog zu verfassen, welcher sich um das Keyboard Dock für das iPad handelt. Ob es ein nützliches Zubehör ist oder nur ein teures Spielzeug aus der Apple Schmiede lest ihr hier.

Wenn ein Apple Gerät neu auf den Markt kommt, bringt es meist noch seine treuen Freunde das Zubehör mit. Viele Unternehmen sind auf den lukrativen Zug aufgesprungen und auch Apple selbst liefert für seine Geräte meist aller Hand schnick schnack.

Ich selbst erfreue mich seit ein paar Monaten schon meines Apple iPads (Erfahrungsbericht gibt es hier) und bin hin und wieder auf der Suche nach neuem Zubehör.

Das Apple iPad Keyboard Dock ist seit dem Release des iPads in den Läden oder direkt bei Apple (zum Apple Store) erhältlich und macht einem beim Kauf um ca. 70,00 EUR leichter.
Die Tastatur kommt wie gewohnt im edlen weißen Karton inklusive kleiner Bedienungsanleitung. Mit dem zeitgemäßen Aluminium sieht diese im Prinzip wie das Apple Wireless Keyboard aus, das Größenverhältnis ist identisch.

Die Inbetriebnahme des Docks ist recht einfach, Folie entfernen, iPad drauf stecken, fertig!
Betrieben wird die Tastatur über den Strom des iPads und erfordert keinerlei Treiber oder ähnliches.
Wenn das iPad mit dem Dock verbunden ist, lässt es sich nicht drehen, das iPad steht immer hochkant im Dock.

Dort wo sich normalerweise die F-Tasten befinden ist die Appletypische Funktionsleiste für Kontrast, Lautstärke, Suche und dem Sperren des iPads. Ansonsten finden sich alle Tastaturüblichen Tasten wie Tabulator, Shift, Pfeiltasten usw. auf der Tastatur wieder.

Wer also mit dem Wireless Keyboard von Apple schon arbeitet wird hierbei keine Umstellungsprobleme haben. Personen die bisher immer das große Apple Keyboard (mit dem Nummernblock) genutzt haben werden sicherlich mit der Komprimierung der Tasten ein wenig zu kämpfen haben.

Aber das soll es es noch nicht gewesen sein, die Rückseite der Tastatur ermöglich das Anschließen des Dock Connector Kabels um es dann direkt mit dem MAC/PC oder direkt mit der Steckdose zu verbinden, auf diesem Wege kann das iPad gleich synchronisiert und/ oder geladen werden.

Zusätzlich gibt es noch einen Line Out an dem externe Lautsprecher ihre Verwendung finden können. Anschließen von Kopfhörern würde ich an dieser Stelle nicht empfehlen, denn sobald dort etwas angeschlossen wird, schaltet sich die interne Lautstärkenregelung ab und das iPad dröhnt volle Lotte die Musik raus.
Daher macht es Sinn Lautsprecher an zu schließen, die über eine eigene Lautstärkenregelung verfügen. Wer Kopfhörer verwenden möchte kann weiterhin den iPad eigenen Line Out verwenden, dort funktioniert die Regelung über das iPad weiterhin problemlos.

Kommen wir nun zu einem Punkt der die ganze Sache etwas negativ ausfallen lässt, es ist die Befestigung des iPads am Dock. Im Grunde ist es genau so schnell locker wie es drauf gesteckt wurde. Es entfernt sich zwar nicht von selbst aber das iPad ist meiner Meinung nach nicht richtig fixiert und so bald man die Hardbuttons an der Seite des Geräts betätigt kann es schon passieren, dass es sich verschiebt und die Verbindung unterbrochen ist.

Das Dock ist also eher ein Standgerät auf dem Schreibtisch. Das Dock inklusive iPad mal schnell zusammen von einem Tisch zum anderen zu tragen kann ich nicht empfehlen und ich hoffe, dass da Apple beim nächsten Dock nachbessert!

Trotzdem das Apple iPad Keyboard Dock ist gerade für Leute die gern und viel schreiben eine ausgesprochen gute Lösung. Das schreiben ist um einiges ergonomischer und geht wesentlicher schneller von der Hand als über den Touchscreen.

Spiele lassen sich über die Pfeiltasten übrigens nicht spielen, das Dock bietet lediglich in den Anwendung Funktion wo es was zu schreiben gibt bzw. Textfelder aus zu füllen sind, so kann auch im Safari damit gearbeitet werden und Felder können über die Tabulatortaste angesteuert werden.

Die Bedienung zwischen analoger Tastatur und berühren des Touchscreens ist für einen reinen MAC/PC User am Anfang vielleicht etwas ungewohnt. Allerdings gewöhnt man sich rasch daran und es bietet aus meiner Sicht eine elegante Benutzerfreundlichkeit, da man mit dem Finger direkt dahin drückt wo man hin möchte. Das macht sogar Feinden von Mäusen spaß!

Mit dem Dock wird das iPad meiner Meinung nach eine kleine Alternative zum sperrigen Desktop PC. Es ist in jedem Fall eine elegante Lösung für die viel schreiben und ermöglicht parallel das Aufladen des iPads über den Dock Connector (nicht im Lieferumfang enthalten) und den Anschluss an externe Lautsprecher. Der für mich einzige Wermutstropfen und auch der Grund warum 70,00 EUR nicht ganz berechtigt sind, ist die mangelnde Fixierung zwischen iPad und Dock.

Um auch eine Alternative Möglichkeit zu nennen:
Wer das Dock nicht haben möchte, aber trotzdem eine Tastatur braucht, der kann auch auf das Apple Wireless Keyboard zurück greifen, dies wird via Bluetooth mit dem iPad verbunden, die Funktionstasten funktionieren dort ebenfalls, allerdings sollte man dann noch eine separate Halterung kaufen damit das Display einigermaßen hoch steht, wer sich dann gleich ein drehbares kauft, kann dann auch das iPad im Horizontalen Zustand nutzen.

Man sollte aber beachten, dass die Bluetooth Tastatur von Apple nicht viel billiger ist und eine zusätzliche Halterung gut und gerne auch noch mal 30,00 bis 40,00 EUR kosten kann. Abgesehen davon müssen bei der Bluetooth Tastatur in regelmäßigen Abständen 3 AA Baterien getauscht werden.

Dieser Text ist übrigens mit dem Apple iPad Dock Keyboard entstanden. ;)
Wer hätte das gedacht?

4 thoughts on “Das Apple iPad Keyboard Dock – Überfluss oder nützliches Gadget?

  1. Für die Recherche musste ich auch 70,00 € ausgeben, da sollte der Bericht dementsprechend einigermaßen informativ und “richtig” sein.

    Aber find ich gut, dass ich mit der Gesamtmeinung nicht alleine bin.

  2. Man darf nicht außer Acht lassen, dass das Bluetooth Wireless Keyboard auch mit iPhone und Mac(book) nutzbar ist, man somit nur eine Tastatur für vieles anschaffen muss.

  3. @Peter4444

    Da hast du zwar recht, aber das iPad Dock funktioniert ebenfalls mit dem iPhone, zugegeben aber mit dem Mac nicht.

    Nur was ist, wenn du iPad und Mac gleichzeitig nutzen willst? Du kannst dich jeweils nur mit einem Gerät verbinden und dann wirds tricky. Klar könnte man dann im Zweifel auf das Keyboard beim iPad verzichten, aber wenn ich an meinen Alltag denke würde es mich nerven ständig das eine oder nur das andere verbinden zu können.

    Trotzdem für den ein oder anderen ein gutes Argument für due BT Variate.

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